Sonntag, 27.05.2018 07:13 Uhr

Billard Weltmeisterschaft im Dreiband 2018 am Niederrhein

Verantwortlicher Autor: W. Kasulke Viersen, 26.02.2018, 10:53 Uhr
Presse-Ressort von: Wolfgang Kasulke Bericht 4897x gelesen
Billard Weltmeisterschaft Dreiband 2018
Billard Weltmeisterschaft Dreiband 2018  Bild: Wolfgang Kasulke

Viersen [ENA] Billard – das Spiel mit den Kugeln auf einem Tisch blickt auf eine lange Tradition zurück. Eine Kugel wird mit dem Queue angestoßen und muss die beiden anderen touchieren. Bei Könnern könnte man glauben, die Kugeln laufen wie magisch an Schnüren gezogen genau dahin, wo die Spieler sie haben möchten.

Diesmal zu sehen vom 22. bis 25. Februar 2018 in Viersen, Austragungsort für die 32. Weltmeisterschaft der Nationalmannschaften im Dreiband. 16 Teams aus 4 Kontinenten starteten in 4 Gruppen zu je 4 Mannschaften in die Vorrunde, aus der sich entsprechend dem Reglement der UMB (Union Mondiale de Billard) die besten 8 Mannschaften für die Finalrunde qualifizieren konnten. Auch dem deutschen Team mit Martin Horn und Ronny Lindemann gelang die Qualifikation unter die besten Acht.

Die Endrunde startete am 3. Wettkampftag nachmittags um 17 Uhr mit den Partien Türkei gegen Deutschland und Niederlande – Dänemark. Wie schon in der Vorrunde unterlagen die beiden Deutschen der türkischen Mannschaft, diesmal mit 31:40 und schieden somit im Viertelfinale aus dem Turnier aus. Überraschend kam dagegen in der anderen Partie das Aus für die hochfavorisierten Niederländer, die sich überraschend den Dänen Tonny Carlson / Thomas Anderson mit 37:40 beugen mussten.

Dick Jaspers (NL)
Tonny Carlsen (DK)
Martin Horn (D)
Andreas Efler (A)

Die beiden anderen Viertelfinalpartien begannen um 20 Uhr. Der amtierende Weltmeister Korea unterstrich seine Favoritenrolle mit einem souveränen 40:28 bei 25 Aufnahmen gegen Frankreich und stand somit sicher im Halbfinale. Ganz anders lief dagegen die andere Viertelfinalpartie des späten Abends. Nachdem die ebenfalls als Titelaspiranten gehandelten Belgier Frédéric Caudron / Jozef Philipoom nach starkem Beginn schon mit 14:4 gegen die Österreicher Arnim Kahofer und Andreas Efler führten, kam es im Spiel bei den Belgiern plötzlich zum Einbruch. Es ging nicht mehr viel zusammen. Am Ende musste sich Belgien überraschend mit 36:40 in 27 Aufnahmen den Österreichern geschlagen geben.

Frédéric Caudron (B)
Team Austria freut sich ...
Jozef Philipoom (B)

Im Halbfinale am Sonntag Vormittag standen somit die Partien Korea – Dänemark und Türkei – Österreich auf dem Programm. In der ersten Partie konnte Dänemark dem Favoriten Korea ein 40:40 Unentschieden abringen und den noch amtierenden Weltmeister in die Verlängerung zwingen, in der bis 15 gespielt wurde. Dort setzten sich dann die beiden Koreaner Sung Won Choi / Dong Koon Kang aber souverän durch. Die zweite Halbfinalpartie zwischen der Türkei und Österreich war eine Begegnung auf Augenhöhe. Keins der beiden Teams konnte sich im Verlauf des Wettkampfs entscheidende Vorteile heraus spielen; mal lag die Türkei vorne, mal führte Österreich. Sehr ausgeglichen und deshalb sehr spannend bis zum 40:38 für Österreich.

Die Finalpaarung um 15 Uhr hieß also: Korea gegen Österreich. Für das Team Arnim Kahofer und Andreas Efler schon jetzt ein Riesenerfolg; Österreich zum ersten mal seit über 20 Jahren wieder im Finale einer WM. Der Favoritenschreck startete am Anfang mit einer 9er Serie und lag zur Pause deutlich mit 23:12 vor Korea. Die kurze Pause bekam den Alpennachbarn allerdings gar nicht. Unerklärlich, der Spielfaden war bei Kahofer / Efler wie abgeschnitten, es gelang nicht mehr viel, so dass der bisherige Spielverlauf völlig kippte, die Koreaner kontinuierlich aufholten und schließlich an Österreich zum Endstand von 40:30 bei 23 Aufnahmen vorbeizogen. Der alte und neue Weltmeister im Dreiband stand somit fest: Glückwunsch an Team Korea.

So sehen Sieger aus ....
Bürgermeisterin Fr. Anemüller bei der Siegerehrung
Team Korea testet das Gold ....

Die DBU (Deutsche Billard Union) wird zusammen mit der Stadt Viersen die Billard Weltmeisterschaften für Nationalmannschaften im Dreiband auch bis 2023 in der Stadt am linken Niederrhein ausrichten. Eine erfreuliche Nachricht für die Region, dass ein weiteres Event im Spitzensport längerfristig gebunden werden konnte.

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